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Das Narrenkleid mit Herz
So entsteht ein Kiebinger Butz

Eine Fotodokumentation von Uschi Gonser



Um eines der eindrucksvollen Kiebinger Butzenhäser herzustellen, ist eine Menge Handarbeit nötig. Auf gutem Tuch werden zunächst ca. 1.600 der 3 x 3 Zentimeter großen Flecken aufgezeichnet und von Hand ausgeschnitten.
Als Häsgrundlage dient ein schwarzer Anzug, auf den die blauen, roten, grünen und gelben Fleckle aufgenäht werden. Die Maskenhaube und der Kittel werden mit 20 Zentimeter langen Fransen verziert. Der Spitzhut erhält eine Glockengarnierung.
Auf der Rückseite des Kittels wird ein großes rotes Herz, das im Zentrum von einer großen Zottel dominiert ist, aufgenäht. Das Gesicht der Stofflarve wird durch Lammfell und rotes Tuch dargestellt. Besonders auffällig ist die rote Zunge.
Eine geübte Näherin, wie die „Butzenmutter“ Trudl Gonser, benötigt zur Herstellung eines Butzenhäses rund 100 Stunden. Besonderes Attribut des Butz’ ist der Spitzhut, dessen Ende von Hahnenfedern geziert ist. In der Hand trägt er einen „Fleadrawisch“.


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