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Stockacher Narrenmarsch

Text: Max Berthold Vanselow
Melodie: Willi Seebacher

Hans Kuony ruft die Narrenschar,
die stets ihm untertänig war.
Wir folgten ihm zu jeder Zeit,
zu jeder Tollität bereit.
Und wenn das Treiben wird zu bunt,
dann geben wir den Rat Dir kund:

Mach die Augen zu, mach die Augen zu,
dann siehst Du nix,
dann hörst Du nix,
dann merkst Du nix davon.

Zur Fasnachtszeit wird, wie Ihr wisst,
so manches Mägdelein geküsst.
Dem Mädel wird es lieb nur sein,
und sträubt sie sich, so ist's nur Schein.
Verschließe ihr den Rosenmund
und gib dabei den Rat ihr kund:

Mach die Augen zu, mach die Augen zu,
dann siehst Du nix,
dann hörst Du nix,
dann merkst Du nix davon.

Das Bier ist gut und auch der Wein,
das muß zur Fasnacht auch so sein.
Ist aber schlecht nur eingeschenkt,
dieweil der Wirt an sich nur denkt.
Verreiße deshalb nicht den Mund.
Das Schimpfen ist nur ungesund.

Mach die Augen zu, mach die Augen zu,
dann siehst Du nix,
dann hörst Du nix,
dann merkst Du nix davon.

Und wenn der Aschermittwoch kummt
und Dir Dein Schädel riesig brummt,
wenn völlig leer dein Portemonnaie,
die bessere Hälfte schimpft, o weh!
Wenn Du Dich fühlst recht auf dem Hund,
dann hol 'nen sauren Hering und:

Mach die Augen zu, mach die Augen zu,
dann siehst Du nix,
dann hörst Du nix,
dann merkst Du nix davon.

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