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Narrenbaum

Der Narrenbaum wird als Zeichen der Übernahme der Amtsgewalt durch die Narren angesehen und außerdem als "Stammbaum aller Narren" bezeichnet. Das Setzen eines Baumes ohne Wurzeln soll ferner die Sinnlosigkeit anzeigen. Nach Mezger hat das Narrenbaumstellen seinen Ursprung möglicherweise im "Blockziehen", einem Brauch, der bereits für das 15. Jh. urkundlich belegt ist. Dabei handelte es sich um einen Spottumzug, bei dem die unverheirateten jungen Mädchen sowie die alten Jungfern einen Baumstamm durch die Straßen ziehen mußten, aus dem sich vielleicht ein Mann für sie schnitzen ließe. Nicht nachzuweisen ist ein umittelbarer Bezug des Brauchs des Narrenbaumsetzens zur spätmittelalterlichen Idee des Narrenbaums als einer Abwandlung des biblischen Baums der Erkenntnis von Gut und Böse im Paradies (als Gegenstück zum Baum des Lebens), von dessen Früchten Adam und Eva aßen und somit Sünde und Tod in die Welt brachten.























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