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Halskrause

Hiermit wird die ab Mitte des 16. Jh.durch das spanische Hofzeremoniell über ganz Europa verbreitete Halskrause, die  für "Herrschaften von Stand" als obligatorisch galt und besonders lang bei Amtstrachten gebräuchlich war, parodiert. Bis in die 1580er Jahre hinein hatte sich die Halskrause so vergrößert, dass sie zu einem selbstständigen Bestandteil der Tracht wurde und sich vollständig vom Hemdkragen löste. Zunächst wurde die Steifheit der Krausen durch den Einsatz von Brenneisen und Stärke erreicht, doch nahm ihr Umfang schließlich derart zu, daß die Unterstützung von Drahtgestellen notwendig wurde, um sie in Form zu halten. Der Kopf saß durch dieses wagenradähnliche Gebilde wie eine losgelöste Krone auf dem Körper und schien vollkommen von ihm abgetrennt. Diese Art der Präsentation sollte die Würde der Person effektvoll unterstreichen und die beständige Kontrolle über den sündenanfälligen Körper symbolisieren. In den Hansestädten Hamburg und Lübeck gehört die Halskrause bis zum heutigen Tag zur Amtstracht des Pastors / der Pastorin.






















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